Frequenzbänder Drahtlose Mikrofone

Frequenzbänder für Drahtlose Mikrofone

Vor über dreissig Jahren kamen drahtlose Mikrofone auf. Heute sind sie aus der audiovisuellen Branche, aber auch aus Konferenzen, öffentlichen Debatten, Konzerten usw. nicht mehr wegzudenken. Drahtlose Mikrofone geben Rednern viel Bewegungsfreiheit. Sie weisen im Allgemeinen eine schwache Leistung auf und arbeiten in verschiedenen Frequenzbändern. Die Verwendung eines solchen Geräts ist der Fernmelderegulierung unterstellt. Ab dem 1. Januar 2013 ist in den meisten Fällen für ihren Betrieb keine Konzession mehr erforderlich.

 

Drahtlose Mikrofone entstanden mit dem Aufkommen von Transistoren, da sie dadurch auf eine minimale Grösse reduziert werden konnten. Dank dieser Technologie war es damals einfach, Sender in den Frequenzbereichen von 30 MHz bis 200 MHz zu entwickeln. Die ersten drahtlosen Mikrofone belegten diese Frequenzen und teilten die Frequenzbänder mit anderen Nutzern.

Frequenzen

Trotz der Harmonisierungsbemühungen in Europa sind heute die für die Nutzung drahtloser Mikrofone bestimmten Frequenzbänder oft Gegenstand nationaler Einschränkungen. Die Empfehlung des Europäischen Funkausschusses ERC/REC 70-03 betreffend die Nutzung von Funkanlagen mit kurzer Reichweite (SRD, short range devices) erwähnt die nationalen Einschränkungen für die sechs Frequenzbänder, die für drahtlose Mikrofone verfügbar sind. Ebenfalls genannt werden die technischen Parameter, wie die Strahlungsleistung und die in diesem Bereich geltenden harmonisierten Normen.

Für die Schweiz hat das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) auf Grund der durch den Nationalen Frequenzzuweisungsplan (NaFZ) vorgegebenen Einschränkungen, dieses Dokument verabschiedet,  indem eine Reihe von technischen Anforderungen erlassen wurden.

Die unten stehende Tabelle zeigt die erlaubten Leistungen und die anwendbaren Technischen Anforderungen für jedes einzelne Frequenzband auf (drahtlose Mikrophone können ohne Konzession betrieben werden):

Frequenzbereich Maximale
Leistung
Technische Anforderungen Bemerkungen
31.4 – 39.6 MHz

100 mW ERP

RIR1009-01

174 – 223 MHz

50 mW ERP

RIR1009-02

470 – 786 MHz

50 mW ERP

RIR1009-10

786 – 789 MHz

12 mW ERP

RIR1009-17

823 – 826 MHz

20 mW EIRP

RIR1009-18

100 mW EIRP für am Körper getragene drahtlose Mikrofone
826 – 832 MHz

100 mW EIRP

RIR1009-13

863 – 865 MHz

10 mW ERP

RIR1009-05

1785 – 1800 MHz

20 mW EIRP

RIR1009-09

50 mW EIRP für am Körper getragene drahtlose Mikrofone


Hinweise:

  • Die Frequenzbänder 789 – 823 MHz und 832 – 862 MHz können nicht mehr für drahtlose Mikrofone genutzt werden da diese Bänder ab dem 1.1.2013 für den Mobilfunk verwendet werden.
  • Funkanwendungen wie drahtlose Mikrofone können auch in einigen nicht-spezifischen Frequenzbändern betrieben werden. Die Technischen Anforderungen RIR1013 definieren die Merkmale von Funkfrequenzen und -parametern für diese nicht-spezifischen Frequenzbänder.

Inverkehrbringen

Die drahtlosen Mikrophone unterliegen den üblichen Voraussetzungen des Inverkehrbringens von Fernmeldeanlagen: Erfolgreich abgeschlossenes Konformitätsbewertungverfahren, Beachtung des Nationalen Frequenzzuweisungsplan, Konformitätserklärung, Anmeldung, Kennzeichnung und Benutzerinformationen.

Beim Inverkehrbringen von drahtlosen Mikrofonen, die teilweise oder ganz mit den Bändern 789 – 823 MHz und 832 – 862 MHz ausgerüstet sind (Bänder, welche nicht mehr für drahtlose Mikrofone genutzt werden können), muss die Geräteklassen-Kennung in der Bedienungsanleitung, auf der Verpackung oder am Gerät ersichtlich sein und die Information, dass das drahtlose Mikrofon nicht auf diesen Frequenzen genutzt werden darf, muss in der Bedienungsanleitung stehen. Dadurch werden Störungen anderer Dienste vermieden. Die Geräteklassen-Kennung wird durch folgendes Symbol dargestellt:

Inverkehrbringen

Die drahtlosen Mikrophone unterliegen den üblichen Voraussetzungen des Inverkehrbringens von Fernmeldeanlagen: Erfolgreich abgeschlossenes Konformitätsbewertungverfahren, Beachtung des Nationalen Frequenzzuweisungsplan, Konformitätserklärung, Anmeldung, Kennzeichnung und Benutzerinformationen.

Beim Inverkehrbringen von drahtlosen Mikrofonen, die teilweise oder ganz mit den Bändern 789 – 823 MHz und 832 – 862 MHz ausgerüstet sind (Bänder, welche nicht mehr für drahtlose Mikrofone genutzt werden können), muss die Geräteklassen-Kennung in der Bedienungsanleitung, auf der Verpackung oder am Gerät ersichtlich sein und die Information, dass das drahtlose Mikrofon nicht auf diesen Frequenzen genutzt werden darf, muss in der Bedienungsanleitung stehen. Dadurch werden Störungen anderer Dienste vermieden. Die Geräteklassen-Kennung wird durch folgendes Symbol dargestellt:

Quelle Bakom.Schweiz

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